Im Deutschunterricht stand ebenfalls für einige Zeit das Thema „Indianer“ im Mittelpunkt. Zunächst wurden Auszüge aus bekannten Indianerbüchern gelesen wie z.B. aus „Lederstrumpf“, aus Büchern von Karl May und aus „Häuptling Büffelkind Langspeer“.

Aber auch Sachtexte waren von Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler befassten sich mit den unterschiedlichsten Fragestellungen in Bezug auf die Indianer Nordamerikas. Hauptsächlich sollten sie lernen, in Kleingruppen kurze Präsentationen vorzubereiten und dann diese frei anhand eines Stichwortzettels vorzutragen (Kurzreferate). Wichtig war dabei, dass sie sich zunächst auf einen Problemkreis einigen und sich überlegen mussten, wie sie ihren Vortrag durch etwas Besonderes interessant gestalten konnten. Dabei waren ihnen kaum Grenzen gesetzt.

Es gab die unterschiedlichsten Themenstellungen:

-         Wie lebten die Indianer der Prärie (wichtige Gegenstände)?

-         Woher kommt der Name (Indianer oder Rothaut)

-         Wie wohnten die Indianer (Bau und Transport eines Tipis etc.) ?

-         Welche Bedeutung hatte der Büffel ?

-         Was kann man aus einem Büffel alles machen (Zelt, Kleidung, Brennmaterial, Schaber aus den Knochen usw.) ?

-         Welche Aufgaben hatten Indianerfrauen und -männer ?

-         Wie wurden die Kinder erzogen und wie lebten sie ?

-         Was aßen die Indianer ?

-         Welche großen Stämme gab/gibt es ?

-         Wie leben die Indianer Nordamerikas heute ? (Reservate etc)

-         u.v.a.

 

Bei dem Thema „Indianerkriege“ wurde von den Schülern ein Kampf mit entsprechender Verkleidung und den üblichen Waffen einstudiert. Die Gruppe, die sich mit der Rolle der Frau bei den Indianern beschäftigte, hat Anziehpuppen mit der Kleidung der Indianer gebastelt. Eine andere Gruppe erläuterte die Bedeutung des Federschmucks. Die Gruppe mit dem Thema „Speisen der Indianer“ reichte zum Probieren Maisfladen, die sie für die ganze Klasse  nach einem Originalrezept gebacken hatte. Kreuzworträtsel und ein Quiz zum Thema, eine Indianerzeitschrift, 2 Comics und natürlich Plakate wurden von den anderen Gruppen hergestellt.

Insgesamt konnten die Schüler nicht nur viel Neues über die Indianer lernen, sondern hatten  auch die Möglichkeit, an diesem Thema das Erstellen eines Referates zu erproben (Materialsuche, Auswertung und Ordnen des Materials, Erstellen eines Stichwortzettels nach der Diskussion in der Gruppe, Vortragen des Erarbeiteten, Zuhören und schriftlich Informationen sammeln).

Die meisten Gruppen waren sehr interessiert und wollten noch weiterarbeiten.

Am Schluss der Reihe wurde im Wiesbadener Landesmuseum die Ausstellung „Büffeljäger“ besucht, die ebenfalls viele Informationen zum Thema bereit hielt und den Schülern die Möglichkeit gab, wichtige Dinge im Original (ausgestopfte Büffel und andere Tiere, Kleidung der Indianer, Pflanzen, ein Tipi u.v.a) zu sehen.

Es gibt wohl nun in der ganzen Klasse niemanden mehr, der mit den Begriffen Tipi, Tomahawk, Squaw, Sioux, Reservat, Medizinbeutel, Manitu, Bison, Prärie nichts anfangen kann.

C. Suliman